Fragen & Antworten

Warum überspielen wir jede Kassette auf eine eigene DVD?

Bitte beachten Sie, dass wir aus organisatorischen Gründen und aus Gründen der Produktionseffizienz jede Kassette auf eine separate DVD überspielen.

Dies aber auch deshalb, weil viele Videobearbeitungsprogramme Probleme mit der Dateistruktur von DVDs mit mehreren Titeln haben (z.B. kommt dann der Ton der einen Aufnahme beim Bild der anderen u.ä.). Außerdem ist es – je nach Laufzeit der Kassetten – zum Erhalt der Ausgangsqualität oftmals nicht möglich, mehrere Kassetten zusammen auf eine DVD zu überspielen, ohne hierbei eine schlechtere Qualität der Aufnahmen auf der DVD im Vergleich zum Original in Kauf zu nehmen.

Bei Anlieferung von Kassetten mit sehr kurzen Spielzeiten (max. 1 -2 Minuten) behalten wir uns vor, diese zusammen mit einer anderen Kassette auf EINE DVD zu überspielen (aber nur im Ausnahmefall).

Welche Medien können, wollen oder dürfen wir NICHT überspielen?

Bitte beachten Sie vorweg, dass wir „nur“ die folgenden Videokassetten- und Kamerakassetten-Formate überspielen können (alle hier unten nicht aufgeführten Formate können wir nicht digitalisieren, auch keine Audiokassetten oder Dias):

  • Hi8
  • Video8
  • Digital8
  • VHS
  • S-VHS
  • VHS-C
  • S-VHS-C
  • MiniDV
  • HDV

In unserer kostenlosen PDF-Infobroschüre finden Sie Bilder, Größenangaben und Informationen zu den o.g. Formaten, falls Sie sich unsicher sind, welches Format Ihre Kassetten haben. Dieses Dokument können Sie hier herunterladen.

Alle anderen Kassettenformate und auch eine Überspielung von Schmalfilmen auf Spulen wie z.B. Normal8- oder Super8 ist nicht möglich.

Die Digitalisierung von Kassetten im US-amerikanischen NTSC-Format bieten wir nicht an.

Videos mit erotischem / pornografischem Inhalt (auch eigenproduziert) werden von uns grundsätzlich nicht überspielt (ggf. sind wir gezwungen, solche Kassetten kostenpflichtig an den Absender zurück zu senden).

VHS-Kaufkassetten, also z.B. Videokassetten von Disney oder Hollywood-Spielfilmen, dürfen wir aus rechtlichen Gründen nicht überspielen. Da bei solchen Kaufvideos i.d.R. ein technischer Kopierschutz auf dem Band ist, ist eine Überspielung weder technisch möglich noch rechtlich erlaubt.

Bei Kassetten, die stark verschmutzt sind oder bei denen das Band verschimmelt ist, müssen wir uns eine Ablehnung der Überspielung zum Schutz unserer Geräte vorbehalten.

Sind die hier oben beschriebenen Kassetten Teil einer Lieferung, werden die anderen Kassetten überspielt, die betreffende Kassette(n) jedoch nicht.

Können Sie unsere DVDs weiterbearbeiten oder kopieren (u.a. Infos zum Format / Videoschnitt)?

Vorweg: Alle von uns produzierten DVDs werden ohne Kopierschutz produziert und sind damit sowohl beliebig oft kopierbar als auch – entsprechende Videoschnittsoftware vorausgesetzt – unbeschränkt bearbeitbar.

Die Videos auf den von uns erstellten DVDs – wir produzieren im Standard-DVD-Format, siehe Info bei Wikipedia zu DVD-Video – können ohne Umwege in Videoschnittprogramme importiert werden, sofern diese über eine Importfunktion für das Format .VOB oder .MPG / .MPEG verfügen.

Bei den .VOB-Videodateien auf der DVD handelt es sich um originäre MPEG2-Dateien. Dies bedeutet, dass Sie ggf. nach dem Kopieren der .VOB-Dateien auf Ihre Festplatte diese einfach von NAME.vob in NAME.MPG oder NAME.MPEG umbenennen können, um „echte“ .MPEG-Dateien daraus zu machen (MPEG kann unserer Erfahrung nach jedes aktuelle Windows-Videobearbeitungsprogramm importieren).

Wir raten grundsätzlich von kostenfreien Videoschnittprogrammen ab, da diese i.d.R. nicht ständig aktualisiert werden und deshalb oft abstürzen – ein großes Ärgernis, wenn man ein zeitaufwändiges Videoschnitt-Projekt begonnen hat.

Wir empfehlen unseren Kunden mit Windows-PCs / -Notebooks – aufgrund eigener positiver Erfahrungen – für die Videobearbeitung bzw. Videoschnitt die Software AVS Video Editor, die relativ schnell erlernt werden kann und mit der man bereits nach kurzer Einarbeitung gute Ergebnisse erzielen kann. Mit dem folgenden Link kommen Sie direkt auf die Hersteller-Webseite. Eine Testversion der Software ist kostenfrei, die Lizenz für echte Nutzung der Software ist dann aber kostenpflichtig.

AVS Video Editor (Testversion kostenfrei!)

Kunden mit MAC-Computern, die z.B. mit iMovie die Videobearbeitung vornehmen wollen, benötigen zur Umwandlung der auf der DVD im Verzeichnis video_ts mitgelieferten .vob-Videodateien ein Konvertierungstool. Hierfür empfiehlt sich gemäß der Rückmeldung eines unserer Kunden das kostenfreie Tool „Handbrake“, welches Sie z.B. bei Chip.de unter folgendem Link kostenfrei herunterladen können: Handbrake für macOS.

Bitte beachten Sie: Die o.g. Links verweisen auf Angebote fremder Webseiten und Anbieter, für die wir keine Verantwortung übernehmen können. Eine Hilfestellung und Support für die hier verlinkten Softwarelösungen ist ebenfalls NICHT möglich.

Warum überspielen wir Ihre Videos ausschließlich auf das Medium DVD?

Achtung: Wir überspielen die Inhalte Ihrer Videokassetten ausschließlich auf das Medium DVD (hochwertige Rohlinge des Typs DVD-R). Eine Überspielung der Videodateien auf andere Speichermedien wie externe Festplatten oder USB-Sticks bieten wir nicht an.

Hintergrund: Wir produzieren in Spitzenzeiten für unsere Kunden bis zu 300 Kassetten am Tag. Dies ist zu den von uns angebotenen günstigen Konditionen und in einer schnellen Bearbeitungszeit – wie wir sie für alle Aufträge anstreben – nur möglich, wenn wir parallel auf Dutzenden von Stationen die Videos direkt auf DVD-Rohlinge brennen. Bei einer Überspielung auf Festplatte oder USB-Sticks wäre das Produktionsprocedere wesentlich aufwändiger, was bei einer wirtschaftlichen Kalkulation die Preise drastisch verteuern würde.

Natürlich empfehlen wir Ihnen schon aus Gründen des langfristigen Datenerhalts, dass Sie nach Erhalt unserer DVDs die .vob-Videodateien aus dem DVD-Verzeichnis video_ts auf Ihre Festplatte oder externe Festplatte kopieren.

Kann ich die DVDs auf allen Geräten abspielen?

Wir verwenden – schon um Kundenreklamationen weitgehend zu vermeiden – ausschließlich hochwertige und hochkompatible DVD-Rohlinge, die mit fast allen aktuellen Endgeräten (DVD- und Bluray-PLAYER, DVD-Laufwerke am PC / Notebook) problemlos abgespielt werden können.

Beim Abspielen über DVD-REKORDER / DVD-Festplattenrekorder kann es aber im Ausnahmefall zu Abspielproblemen kommen, da diese Geräteklasse bekanntermaßen zu Problemen beim Abspielen selbst gebrannter DVDs neigt.

Generell gilt: Eine 100%ige Garantie zur Abspielbarkeit auf ALLEN Endgeräten können weder wir noch andere Dienstleister unserer Branche abgeben.

Können wir Bandrisse reparieren? Kosten?

Kommt es während der Bearbeitung einer Kassette zu einem Bandriss, wird dieser Bandriss – sofern es uns möglich ist – repariert (im Rahmen unserer Serviceleistungen ohne Berechnung).

Auch Kassetten, die uns bereits mit Bandriss zugeschickt werden, versuchen wir zu reparieren. Im Falle der nachfolgenden Überspielung ist eine Reparatur kostenfrei.

Werden uns Kassetten bereits mit Bandriss übermittelt, die sich später als leer herausstellen oder mit Inhalten bespielt sind, die wir gemäß unserer Richtlinien nicht überspielen und bei denen die Kassette deshalb dann nach der Reparatur auch nicht überspielt wird, berechnen wir für die Reparatur einen Pauschalbetrag von 9,99 Euro inkl. MwSt.

Hinweis wg. Bandverklebungen – treten i.d.R. nur bei Hi8- oder Video8-Kassetten auf: Bandrisse, die durch eine Bandverklebung entstehen, sind oftmals irreparabel, da sich aufgrund des Bandzustands in vielen Fällen eine Reparatur nicht lohnt (da es wg. der Verklebung im Extremfall alle paar Sekunden zu einem Bandriss kommen würde). Betrifft die Verklebung aber nur einen Teil des Bandes, wird dieser beschädigte Teil von uns entfernt, damit zumindest der noch brauchbare Teil überspielt werden kann (ggf. ist auch eine solche Reparatur im Rahmen einer nachfolgenden Überspielung kostenfrei).

Welche Qualitätsstufen (abhängig von Format und Spielzeit) wenden Sie an?

Digitalisiert werden Ihre angelieferten Videos je nach Videoformat in der entsprechenden Qualitätsstufe.

HQBestmögliche Qualität (PAL DV)max. Spielzeit von 1.03h auf der DVD (für MiniDV- Kassetten mit max. 62min. Laufzeit)
SP/SPPSehr gute Qualitätmax. Spielzeit von 2h bzw. 2.33h auf der DVD (für Hi8 / Digital8 / Video 8 / (S-)VHS-C / in LP aufgenommene MiniDV)
LPGute Qualitätmax. Spielzeit von 3 Stunden auf der DVD (für S-VHS, VHS und Hi8/Video8 mit Longplay-Aufnahmen)

Ab wann setzen Sie Double-Layer-Rohlinge ein (statt Standard-DVDs)?

Sonderregelung für Kassetten mit sehr langen Spielzeiten, also VHS, S-VHS und Hi8 mit mehr als 180 Minuten sowie MiniDV (SP-Aufnahmen) mit mehr als 63 Minuten:

Bei diesen Spielzeiten erfolgt eine Überspielung auf DVD-Rohlinge des Formats DVD+R DL (DL = double layer = ca. doppelte Länge). Die Speicherkapazität dieser Spezialrohlinge beträgt 7,9 Gigabyte im Vergleich zu 4,7 Gigabyte bei Standard-DVDs. DVDs im Format DVD+R DL sind i.d.R. genauso abspielbar und bearbeitbar wie Standard-DVDs, ermöglichen aber aufgrund der großen Kapazität die Überspielung in einer besseren bzw. – bei MiniDV oder HDV – der bestmöglichen DVD-Qualitätsstufe (PAL DV). Für den Kunden liegt – neben der besseren bzw. bestmöglichen DVD-Aufnahmequalitätsstufe – der Vorteil darin, dass durch die Produktion von nur einer DVD kein DVD-Wechsel notwendig ist, um den kompletten Film anzuschauen.

Was gibt es bei Überspielung von MiniDV Kassetten zu beachten (Longplay-Problematik!)?

MiniDV-Kassetten (60er bzw. 60/90) haben eine maximale Spielzeit im Standard-Aufnahmemodus („SP“) von 62 Minuten. Damit passt jeweils eine Kassette in der bestmöglichen DVD-Qualität PAL DV ziemlich genau auf eine Standard-DVD (maximale Aufnahmezeit 63 Minuten in PAL DV).

MiniDV-Kassetten (80er bzw. 80/120) haben eine maximale Spielzeit im Standard-Aufnahmemodus („SP“) von 82 Minuten. Damit passen diese Kassetten in der bestmöglichen DVD-Qualität PAL DV nicht mehr auf eine Standard-DVD.

Wir müssen deshalb bei 80er-MiniDV-Kassetten vor jeder Überspielung die Aufnahmezeit mittels eines Spulvorgangs an der Kamera manuell überprüfen. Ist die tatsächliche Aufnahmezeit länger als 63 Minuten, muss die Überspielung auf einen Double-Layer-Rohling (DVD+R DL) erfolgen (maximale Aufnahmezeit 126 Minuten in PAL DV Qualität).

Im so genannten Longplay-Modus („LP“) konnte bzw. kann man die Aufnahmezeit bei MiniDV-Kassetten um ca. 50% erhöhen. D.h. 60er MiniDV-Kassetten haben im LP-Modus eine maximale Aufnahmezeit von 93 Minuten und 80er Kassetten von etwa 122 Minuten.

MiniDV-Kassetten mit Longplay-Aufnahmen werden deshalb von uns grundsätzlich in der zweitbesten Aufnahmequalität überspielt, bei der 120 Minuten auf eine Standard-DVD passen.


Hinweis zur Störungs-Problematik bei MiniDV-Kassetten mit Longplay-Aufnahmen:

Jeder Kamerahersteller verwendet in seinen Kameras für die Komprimierung im Longplay-Modus eigene Komprimierungs-Algorithmen. Dies bedeutet, dass z.B. eine mit einer SONY MiniDV-Kamera aufgenomme MiniDV-Kassette auf einer CANON MiniDV-Kamera u.U. Probleme beim Abspielen macht. Häufig kommt es dabei zu Tonstörungen (abgehackter Ton oder sogar vollständiger Tonausfall) oder zu Dropouts / Artefakte (im Volksmund auch Pixelstörungen genannt).

Leider stehen auch wir als Videodigitaliserungsdienst häufiger vor diesem Problem (nach unserer Erfahrung verwenden ca. 10% der Kunden die Longplay-Funktion bei der Aufnahme). Wir selbst verwenden für die Überspielung von MiniDV-Kassetten zahlreiche MiniDV- und HDV-Kameras der Marke CANON. Treten solche Longplay-Störungen auf, testen wir die betreffende(n) Kassette(n) auf mehreren Geräten, um das bestmögliche Ergebnis erzielen zu können. In vielen Fällen konnten wir bislang – mit entsprechendem Aufwand – am Ende noch immer ein weitgehend störungsfreies Ergebnis erzielen.

Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass wir im Falle von Longplay-Aufnahmen bei MiniDV-Kassetten keine Garantie für eine 100%ig störungsfreie Überspielung abgeben können – im Gegensatz zu Kassetten, die im Standardmodus aufgenommen wurden (sofern das Band physikalisch in Ordnung ist).

Für die Überspielung von Longplay-Kassetten gilt für uns folgender Grundsatz: Sofern das Gesamtergebnis einer Überspielung noch akzeptabel und buchstäblich „ansehnlich“ ist (also keine durchgängig schweren Bild- und / oder Tonstörungen auftreten), wird die Überspielung von uns durchgeführt. Ist eine Überspielung nicht in akzeptabler Qualität möglich, verzichten wir auf eine Überspielung und die Berechnung der betreffenden Kassette(n).

Kunden, die aktuell noch mit einer MiniDV-Kamera filmen, empfehlen wir zum Thema MiniDV ganz allgemein und im Speziellen zum Aufnahmemodus eine kleine Infoschrift von einer österreichischen Webseite zum Thema „Umgang mit MiniDV-Bändern“, welche Sie hier herunterladen können

Warum gibt es auf den DVD-Videos diesen schmalen "Störstreifen" am unteren Rand?

Beim Überspielen von analogem Videomaterial ist es aus technischen Gründen unvermeidlich, dass auf Computermonitoren / Notebook-Monitoren und modernen TV-Geräten beim Betrachten der DVD in der untersten Zeile des Monitors ein Störstreifen / Flackern sichtbar ist. Dieses Phänomen ist systembedingt und nennt sich „Head Switching Noise“: Zwei Videoköpfe nehmen je ein Halbbild auf. Nachdem der erste Kopf fertig ist und der zweite Videokopf anspringt, überlappt sich der Bereich auf dem Band. Beim Betrachten der DVD auf einem alten Röhren-Fernsehgerät gibt es dieses Problem nicht, da solche TV-Geräte über einen so genannten „Overscan“-Bereich verfügen – d.h. das Bild wird um ca 5-10% beschnitten, was den Störstreifen ausblendet.

Aktuelle Monitore haben diesen Overscan-Bereich nicht – deshalb ist der Störstreifen / das Flackern in der untersten Bildschirmzeile dort sichtbar.

Erfolgt nach der Bearbeitung ein Zurückspulen der Kassetten?

Wir bitten um Verständnis, dass wir zur Schonung der Laufwerke unserer Kameras und Rekorder grundsätzlich auf das Zurückspulen von Kassetten nach der Bearbeitung verzichten – auch deshalb, weil die allermeisten Kunden ohnehin keine funktionsfähigen Abspielgeräte mehr besitzen. Möchten Sie dennoch zurückgespulte Kassetten nach Auftragsende zurück erhalten, bitten wir Sie um einen deutlichen Hinweis auf unserem Auftragsformular. Vielen Dank!